| Knittelfeld: 19 Feuerwehren
kämpfen den dritten Tag gegen das Hochwasser
Das Schmelzwasser
hält die Feuerwehren des Bezirkes Knittelfeld jetzt schon den dritten
Tag auf Touren und beschert so manchen Feuerwehrmännern schlaflose
Nächte. Am 18. März wurden aufgrund des noch immer ansteigenden
Schmelzwassers und der daraus folgenden Einsätzen 18 Feuerwehren
des Bezirkes Knittelfeld und die Feuerwehr der Stadt Zeltweg (Bezirk Judenburg)
alarmiert.
Wie schon in den vergangenen zwei
Tagen mussten die Feuerwehren des Bezirkes Knittelfeld zu Dutzenden Hochwassereinsätzen
ausrücken um Unterführungen, Parkplätze, Keller-, Wohn-
und Wirtschaftsgebäude von den enormen Schmelzwassermassen mittels
Tauchpumpen und Tragkraftspritzen zu befreien. Am 18. März kam es
in St. Margarethen bei Knittelfeld zu einer Überflutung einer Eisenbahnunterführung
bei Obermur.
Die 3,60 Meter Hohe Eisenbahnunterführung
wurde durch das Schmelzwasser bis zu 3,20 Meter hoch überflutet. Die
Feuerwehren St. Margarethen, Preg, St. Lorenzen, Rachau, Glein, Betriebsfeuerwehr
Ö.B.B., Apfelberg, Knittelfeld, Großlobming, Kleinlobming und
Zeltweg, versuchten mit 12 Tragkraftspritzen das noch immer zurinnende
Wasser in Richtung Mur abzupumpen, wobei 2.400 Meter an Schläuchen
verlegt werden mussten. Um eine Verunreinigung der Brunnen durch das Schmelzwassers
zu verhindern, wurden pro Stunde ca. 200.000 Liter an Schmelzwasser in
Richtung Mur gepumpt, so der Einsatzleiter der Feuerwehr St. Margarethen
bei Knittelfeld, Oberbrandinspektor Harald Pöchtrager.
Zeitgleich wurde der gesamte Ortsteil
Lagunenweg vom den Wassermassen überschwemmt. Auch hier versuchten
die Dutzenden Feuerwehrmänner mit Tauchpumpen und Tragkraftspritzen
einen größeren Schaden für die Anwohner zu verhindern.
Die Feuerwehren Spielberg, Bischoffeld, Feistritz, St. Marein, Flatschach,
Sachendorf, Kobenz, Seckau, wurden ebenfalls zu zahlreichen Einsätzen
alarmiert um die Anwesen vom Wasser zu befreien. Insgesamt standen die
19 Feuerwehren wieder einmal über 12 Stunden lang freiwillig im Einsatz
um Sachgüter der Bevölkerung vom Bezirk Knittelfeld unentgeltlich
zu retten.
Bilder & Text: Bezirksfeuerwehrpressedienst
Knittelfeld BI dV Thomas Zeiler
(Foto Nr. 7 & 8 FF St. Marein)
Insgesamt wurden 2.400 Meter
an Schläuchen verlegt das Schmelzwasser wurde in Richtung Mur abgeleitet.
Überflutung des Ortsteils
Lagunenweg. Die Feuerwehren versuchen die Einfamilienhäuser von den
Wassermassen zu retten. Zum Teil stehen die Keller der Einfamilienhäuser
bereits unter Wasser.
Die Eisenbahnbrücke
bei Obermur wurde ca. 3,20 Meter hoch überflutet. Die Feuerwehren
versuchten mit 12 Tragkraftspritzen das noch immer zurinnende Wasser in
Richtung Mur abzupumpen. Pro Stunde wurden ca. 200.000 Liter an Schmelzwasser
in Richtung Mur gepumpt.
Überflutete Keller
in St. Marein (Foto: FF St. Marein)
Schmelzwasser im Gemeindegebiet
von St. Marein (Foto FF St. Marein)
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