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Presseaussendung über die Bilanzpressekonferenz der Austria Antriebstechnik am 4. Mai 2000:
Motorenhersteller ATB Austria mit neuer Struktur im Aufwind
Umsatzplus durch Auftragssteigerung – Spielberg soll Stammsitz des Unternehmens werden
                        

Wien - Das Umsatzplus des Elektromotoren Herstellers ATB Austria Antriebstechnik für das Geschäftsjahr 1998/1999 um zwei Mio. Euro auf 80 Mio. Euro ist vor allem auf eine Steigerung bei den Aufträgen für Kleinmotoren für Haus und Garten zurückzuführen. Der Marktanteil bei den Industriemotoren konnte von dem Unternehmen aus Spielberg gehalten werden. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Franz Rotter (Foto), Vorstandsvorsitzender der ATB, eine Steigerung in allen Geschäftsfeldern. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit lag allerdings wegen des noch laufenden Umstrukturierungsprogramms "ATB Neu" und den damit verbundenen Investitionen mit einer halben Mio. Euro im Minus.

  "Für uns ist der Markt in Deutschland ausschlaggebend", sagte Rotter heute, Donnerstag, bei der Bilanzpressekonferenz der ATB. "Mehr als 50 Prozent unseres Umsatz tätigen wir in diesem Markt." Deswegen war das Unternehmen von der schlechten Lage bei Industriemotoren am deutschen Markt besonders stark betroffen. Vor allem Billigimporte aus den ehemaligen RGW-Staaten und Übersee machten den europäischen Erzeugern zu schaffen. Mit dem Anspringen der Konjunktur erwartet sich Rotter aber eine Umsatzsteigerung in diesem Bereich für das laufende Geschäftsjahr. Rotters Optimismus gründet sich auch auf die Einführung neu entwickelter Produkte wie des ATB-Flexidrive und den Übergang zum Systemanbieter. Großes Standbein der ATB ist jedoch der Markt für kleine Elektromotoren, wo ATB bei den Rasenmähermotoren Weltmarktführer ist und in Europa einen Marktanteil von über 40 Prozent hält. Hier wird ein Marktanteil von 50 Prozent angestrebt.

  Für das laufende Jahr ist auch der Abschluss der seit 1998 laufenden Umstrukturierung geplant. So wurde in den letzten Jahren die Konzentration auf die Kernkompetenz weiter vorangetrieben. Synergien zwischen den beiden Standorten Spielberg und Welzheim in Deutschland werden seither stärker genutzt und die Fertigung von Komponenten nach Tschechien ausgelagert. Der neu aufgebaute Sektor Regelungstechnik wird in Spielberg konzentriert und die Einführung neuer Produkte weiter vorangetrieben. Die dafür notwendigen Investitionen werden aus Eigenkapital bestritten. Die Produktivität pro Mitarbeiter wurde durch die Einführung hoch automatisierter Montagelinien für die Industriemotorenreihe Flexidrive, für Rasenmähermoter und des neu entwickelten integrierten Antriebssystems Power Pack um zehn Prozent gesteigert.

  Weiters wurde die internationale Vertriebsstruktur von ATB ausgebaut. ATB ist heute in fast allen westeuropäischen Staaten mit eigenen Vertriebsstrukturen präsent, der Markteintritt in den USA und Südafrika erfolgen über Partnerunternehmen. Im Zuge des Umbaus des Unternehmens soll auch die verschachtelte Unternehmensstruktur von ATB bereinigt werden. Bestanden vorher zwei börsennotierte Unternehmen in Deutschland und Österreich, beginnt jetzt, nach dem Einstieg der österreichischen Gesellschaft für Industriepolitischen Maßnahmen GBI bei der deutschen ATB in Welzheim, der Rückzug von der Regionalbörse in Stuttgart. ATB Welzheim wird in Folge zu einer 100prozentigen Tochter der ATB Spielberg. Rotter hofft, dass durch diese Maßnahmen das Unternehmen auch wieder für die Börse im größeren Umfang interessant wird.

  Für die Zukunft plant ATB einen weiteren Ausbau der geregelten Antriebssysteme, wo sich eine Verdrängung der ungeregelten Industriemotoren durch geregelte und integrierte Systeme abzeichnet. ATB entwickelt hier Speziallösungen für die Industrie, wie zum Beispiel den ATB-Gearlesss-Aufzugsmotor (pte, ds) 

[Homepage der ATB]
 

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