Neubau des FACC Werkes
in Oberösterreich
�Fohnsdorf als Opfer
eines Politspieles�
�Der Frust ist sehr groß. Fohnsdorf
wurde meiner Meinung nach williges Opfer von politischen Strategien und
Spielereien�, mit diesen Worten eröffnete der Fohnsdorfer Bürgermeister
Johann Straner heute eine im Gemeindeamt Fohnsdorf stattgefundene Pressekonferenz
mit dem Thema �Neubau des FACC Werkes in Oberösterreich.
�Dass diese Vermutung sehr nahe liegt,
lässt sich anhand der Chronologie leicht beweisen�, so der Fohnsdorfer
Bürgermeister weiter und lässt die Verhandlungen mit dem Vorstand
der FACC Revue passieren.
Chronologie:
29.6.2005: 1. Gespräche mit dem Vorstand
der FACC. Grundstücksbetrachtung und Zusicherung der Errichtung des
FACC � Werkes in Fohnsdorf durch den Vorstand. Ermunterung zum Ankauf weiterer
benötigter Grundstücke.
30.7.2005: Aufforderung an die Gemeinde
Fohnsdorf um schriftliche Ausfertigung der Fördermöglichkeiten
an die FACC durch die Gemeinde Fohnsdorf. Grund der Aufforderung: Beschlussfassung
der Errichtung des Werkes durch den Vorstand in Fohnsdorf
Danach herrschte absolute Ruhe, obwohl
der Vorstand der FACC immer betont hat, dass die Zeit drängt, da die
Produktion Ende 2006 aufgrund von Verträgen stattfinden muss.
Die Gemeinde Fohnsdorf hat daraufhin enorme
Arbeit geleistet, den Kauf von zusätzlich 5 ha Grundstücken durchgezogen
und auch die erforderlichen Umwidmungen in nur 2 Monaten vollbracht, Somit
waren die Voraussetzungen der FACC für die Errichtung des Werkes
erfüllt.
Knapp vor der Landtagswahl heißt
es plötzlich, dass es Probleme mit dem Transport eines Geräts,
welches für die Produktion erforderlich ist, gibt.
Gleichzeitig entbrennt ein heftiger Kampf
um Förderungen knapp vor der Landtagswahl. Die Entscheidung sollte
am 30.9. 2005 endgültig fallen. Wiederum wird die Entscheidung vertagt.
Nach der Wahl steigen die Chancen für Oberösterreich trotz des
Facharbeitermangels immer mehr.
�Leider machte der Wahlausgang in der Steiermark
einen Strich durch die Rechnung. Franz Voves als steirischer Landeshauptmann
hat das Förderungsansuchen großzügigst verbessert, wobei
die Gesamtförderung des Landes Steiermark wesentlich besser ist, als
jene von Oberösterreich. Diese Nachbesserung wurde in der entscheidenden
Sitzung der FACC zwar erwähnt, jedoch nicht berücksichtigt�,
so Bürgermeister Johann Straner.
Als eindeutigen Beweise für diese
Vorgangsweise der FACC ist Wohl der Rücktritt von Hannes Androsch
und Willibald Dörflinger aus dem Aufsichtsrat der FACC zu bewerten.
�Bei FACC ist aufgrund dieser politischen
Entscheidung ein Eigentümerstreit ausgebrochen. Hannes Androsch und
Willibald Dörflinger haben sich voll für den Standort Fohnsdorf
eingesetzt. Neben dem vorhandenen Potential an Facharbeitern sprach auch
die höhere Förderung durch das Land Steiermark für einen
Standort Fohnsdorf. Der Vorstand der FACC hat entgegen wirtschaftlichen
Interessen für den Standort Oberösterreich entschieden. Diese
Fehlentscheidung hat auch Hannes Androsch im Wirtschaftsblatt bestätigt
und die Konsequenzen gezogen�, so der Fohnsdorfer Bürgermeister.
Zukunftsaussichten für Fohnsdorf
�Es ist Zeit Minister Bartenstein und die
Bundesregierung zum Handeln aufzufordern. Das Aichfeld hat den Lärm
und Dreck, die vielgepriesenen Kompensationsgeschäfte machen jedoch
andere Regionen. Die ÖVP solle endlich aufhören, bewusst Hoffnungen
auf Arbeitsplätze zu schüren und damit politischen Erfolg vor
den Wahlen zu erwirken, obwohl man im vorhinein bereits weiß, dass
andere den Nutzen davon haben. Es wird Zeit für die Region wirklich
etwas zu tun. Dörflinger und Androsch stehen weiterhin zur Region
und werden versuchen, ein anderes Projekt in die Region zu bringen. All
zu große Hoffnungen darf man sich jedoch zur Zeit nicht machen�,
meinte Bürgermeister Johann Straner.
Was die Gemeinde Fohnsdorf betrifft, so
hat Landeshauptmann Franz Voves versprochen, sich für die Therme Fohnsdorf
und weiteren erforderlichen Maßnahmen im Umfeld der Thermenerrichtung
noch mehr einzusetzen. Von Seiten der Gemeinde Fohnsdorf liegt ein Projekt
mit erfolgreichen einheimischen Firmen vor, welches rascher umgesetzt werden
kann, da die erforderlichen Grundstücke nunmehr vorhanden sind. Gleichzeitig
wird man eventuelle Schadensersatzforderungen über die durch die getätigten
Zusagen des Vorstandes entstandenen Kosten wie Grundstücksankäufe
und Verfahrenskosten für Umwidmungen etc. an die FACC prüfen.
Außerdem heißt es weiter mit vollem Elan für Fohnsdorf
zu arbeiten�, berichtete Bürgermeister Johann Straner.
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