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Pressekonferenz in Fohnsdorf zum Scheitern der FACC-Ansiedlung im Oktober 2005:
Neubau des FACC Werkes in Oberösterreich
�Fohnsdorf als Opfer eines Politspieles�

�Der Frust ist sehr groß. Fohnsdorf wurde meiner Meinung nach williges Opfer von politischen Strategien und Spielereien�, mit diesen Worten eröffnete der Fohnsdorfer Bürgermeister Johann Straner heute eine im Gemeindeamt Fohnsdorf stattgefundene Pressekonferenz mit dem Thema �Neubau des FACC Werkes in Oberösterreich.

�Dass diese Vermutung sehr nahe liegt, lässt sich anhand der Chronologie leicht beweisen�, so der Fohnsdorfer Bürgermeister weiter und lässt die Verhandlungen mit dem Vorstand der FACC Revue passieren. 

Chronologie:

29.6.2005: 1. Gespräche mit dem Vorstand der FACC. Grundstücksbetrachtung und Zusicherung der Errichtung des FACC � Werkes in Fohnsdorf durch den Vorstand. Ermunterung zum Ankauf weiterer benötigter Grundstücke. 

30.7.2005: Aufforderung an die Gemeinde Fohnsdorf um schriftliche Ausfertigung der Fördermöglichkeiten an die FACC durch die Gemeinde Fohnsdorf. Grund der Aufforderung: Beschlussfassung der Errichtung des Werkes durch den Vorstand in Fohnsdorf 

Danach herrschte absolute Ruhe, obwohl der Vorstand der FACC immer betont hat, dass die Zeit drängt, da die Produktion Ende 2006 aufgrund von Verträgen stattfinden muss. 

Die Gemeinde Fohnsdorf hat daraufhin enorme Arbeit geleistet, den Kauf von zusätzlich 5 ha Grundstücken durchgezogen und auch die erforderlichen Umwidmungen in nur 2 Monaten vollbracht, Somit waren die Voraussetzungen der FACC  für die Errichtung des Werkes erfüllt. 

Knapp vor der Landtagswahl heißt es plötzlich, dass es Probleme mit dem Transport eines Geräts, welches für die Produktion erforderlich ist, gibt. 
Gleichzeitig entbrennt ein heftiger Kampf um Förderungen knapp vor der Landtagswahl. Die Entscheidung sollte am 30.9. 2005 endgültig fallen. Wiederum wird die Entscheidung vertagt. Nach der Wahl steigen die Chancen für Oberösterreich trotz des Facharbeitermangels immer mehr. 

�Leider machte der Wahlausgang in der Steiermark einen Strich durch die Rechnung. Franz Voves als steirischer Landeshauptmann hat das Förderungsansuchen großzügigst verbessert, wobei die Gesamtförderung des Landes Steiermark wesentlich besser ist, als jene von Oberösterreich. Diese Nachbesserung wurde in der entscheidenden Sitzung der FACC zwar erwähnt, jedoch nicht berücksichtigt�, so Bürgermeister Johann Straner. 
 

Als eindeutigen Beweise für diese Vorgangsweise der FACC ist Wohl der Rücktritt von Hannes Androsch und Willibald Dörflinger aus dem Aufsichtsrat der FACC zu bewerten.  

�Bei FACC ist aufgrund dieser politischen Entscheidung ein Eigentümerstreit ausgebrochen. Hannes Androsch und Willibald Dörflinger haben sich voll für den Standort Fohnsdorf eingesetzt. Neben dem vorhandenen Potential an Facharbeitern sprach auch die höhere Förderung durch das Land Steiermark für einen Standort Fohnsdorf. Der Vorstand der FACC hat entgegen wirtschaftlichen Interessen für den Standort Oberösterreich entschieden. Diese Fehlentscheidung hat auch Hannes Androsch im Wirtschaftsblatt bestätigt und die Konsequenzen gezogen�, so der Fohnsdorfer Bürgermeister. 

Zukunftsaussichten für Fohnsdorf 

�Es ist Zeit Minister Bartenstein und die Bundesregierung zum Handeln aufzufordern. Das Aichfeld hat den Lärm und Dreck, die vielgepriesenen Kompensationsgeschäfte machen jedoch andere Regionen. Die ÖVP solle endlich aufhören, bewusst Hoffnungen auf Arbeitsplätze zu schüren und damit politischen Erfolg vor den Wahlen zu erwirken, obwohl man im vorhinein bereits weiß, dass andere den Nutzen davon haben. Es wird Zeit für die Region wirklich etwas zu tun. Dörflinger und Androsch stehen weiterhin zur Region und werden versuchen, ein anderes Projekt in die Region zu bringen. All zu große Hoffnungen darf man sich jedoch zur Zeit nicht machen�, meinte Bürgermeister Johann Straner. 

Was die Gemeinde Fohnsdorf betrifft, so hat Landeshauptmann Franz Voves versprochen, sich für die Therme Fohnsdorf und weiteren erforderlichen  Maßnahmen im Umfeld der Thermenerrichtung noch mehr einzusetzen. Von Seiten der Gemeinde Fohnsdorf liegt ein Projekt mit erfolgreichen einheimischen Firmen vor, welches rascher umgesetzt werden kann, da die erforderlichen Grundstücke nunmehr vorhanden sind. Gleichzeitig wird man eventuelle Schadensersatzforderungen über die durch die getätigten Zusagen des Vorstandes entstandenen Kosten wie Grundstücksankäufe und Verfahrenskosten für Umwidmungen etc. an die FACC prüfen. Außerdem heißt es weiter mit vollem Elan für Fohnsdorf zu arbeiten�, berichtete Bürgermeister Johann Straner.
 


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