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Fohnsdorf: F�nf neue „Ehrenbergm�nner“

Durch den „Ledersprung“ wurden auch heuer wieder f�nf Pers�nlichkeiten der Region in den Ehrenbergmannsstand aufgenommen

Kein Beruf h�ngt so sehr an alten �berlieferungen, wie der des Bergmannes. Zu dieser Welt geh�ren die verschiedensten Br�uche, die mit besonderer Liebe ausge�bt werden. Ein solches Brauchtum ist der Ledersprung, der heute leider nur mehr in ganz wenigen Gemeinden, wie etwa in Eisenerz oder in Fohnsdorf, vollzogen wird.

  Die tiefe Bedeutung liegt im Sprung �ber das Bergmannsleder, dem so genannten „Arschleder“, in eine andere Welt, die voll M�hen und Gefahren eine andere Einstellung des Lebens erfordert. Das Leder, auf dem man in fr�heren Zeiten in die Tiefe der Erde rutschte, ist zum Sinnbild dieser Arbeitswelt geworden. Noch heute verwendet man das Leder in Schaubergwerken, um Besucher sicher und ohne Verletzungen in die alten Stollen rutschen zu lassen, daher auch der Name „Arschleder“.

  In Fohnsdorf ist der Ledersprung anl�sslich der Barbarafeier heute noch �blich, um verdienstvolle Pers�nlichkeiten feierlich in den Bergmannsstand aufzunehmen. Er stellt eine alte Bergmannssitte, n�mlich einen Aufnahmeritus dar, der vor zirka 150 Jahren aus dem heute slowakischen Erzbergbaurevier von Schemnitz in die Steiermark kam.

  Vergangenen Montag wurde dieser feierliche Brauch, der vom Fohnsdorfer Knappschaftsverein hochgehalten wird, im Fohnsdorfer Arbeiterheim bereits zum sechsten Mal durchgef�hrt. Nach einer heiligen Messe in der Pfarrkirche marschierten heuer hunderte Festg�ste, unter ihnen auch Delegationen der Knappschaftsverb�nde Trieben, Vordernberg und Oberzeiring in Begleitung der Bergkapelle bis zum Arbeiterheim Fohnsdorf.

  Knappschaftsvereinsobmann Heimo M�ller konnte eine Reihe von Ehreng�sten, darunter auch den Generalsekret�r der Knappschaftsvereine, Peter Pechan, den �sterreichischen Bergoffizier Anton Antoniol, Gemeindeoberhaupt Johann Straner, die Vizeb�rgermeisterin Ingrid Felfer, Immobilienzampano Koloman Knitl, den ehemaligen Nationalrat Heinz Gradwohl, Pfarrer Gottfried Lammer sowie den ehemaligen B�rgermeister Hans Rohr willkommen hei�en.
F�r die feierliche Aufnahme in den Bergmannsstand vorgeschlagen wurden heuer LAbg. Gabi Kolar, Tourismusobmann Rudi Fussi, Unternehmer Ing. Karl H�rl, ARENA-Gesch�ftsf�hrer Werner Gruber und SZF-Gesch�ftsf�hrer Ing. Friedrich Uitz. F�r die musikalische Umrahmung sorgte Armin Farnleitner aus Nieder�sterreich mit seinen „Wildbratlern“, der MGV Fohnsdorf sowie das Bl�serensemble der Bergkapelle Fohnsdorf.

  Die f�nf k�nftigen „Bergknappen“ wurden aufgerufen und mussten nach Beantwortung mehrerer Fragen von einem kleinen Bierfass aus �ber das Leder springen. Nach den Fragen „dein Name, deine Heimat, dein Stand, dein Wahlspruch?“ und einem z�nftigen Glas Bier wurde �ber das „Arschleder“ gesprungen und somit die Aufnahme in den Bergmannsstand vollzogen. „Wir sind stolz auf den Knappschaftsverein, der diese Tradition im ehemaligen Bergarbeiterort Fohnsdorf weiterleben l�sst“, meinte etwa B�rgermeister Johann Straner, selbst ein „Ehrenbergmannmann“.

  Mit dem traditionellen „Roaftanz“ und einem Bieranstich endete die traditionelle Veranstaltung, die im kommenden Jahr mit der Ausrichtung des 15. Berg- und H�ttentages in Fohnsdorf eine weitere Aufwertung erfahren wird.


Ing. Friedrich Uitz, Rudi Fussi, LAbg. Gabi Kolar, Werner Gruber und Ing. Karl H�rl wurden offiziell in den „Ehrenbergmannsstand“ aufgenommen. Am Bild gemeinsam mit den Verantwortlichen des Fohnsdorfer Knappschaftsvereines.


Auch ein z�nftiger Bieranstich fehlte beim Ledersprung in Fohnsdorf nicht. Am Bild mit LAbg. Gabi Kolar, B�rgermeister Johann Straner und Ing. Friedrich Uitz.


Ehreng�ste waren beim Fohnsdorfer Ledersprung u. a. Ing. Johann Reiter, NRAbg. a. D. Heinz Gradwohl sowie Bgm. Johann Straner.

Fotos Ruckhofer






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