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Die Grün-Alternative Liste Zeltweg informiert über Deponievertrag:
Müll
Der Dauerbrenner
  
Deponievereinbarung - Nicht beschlossen 
Die  Vereinbarung  zwischen der Gemeinde Zeitweg und den Betreibern der Deponie Gasselsdorf wurde in der Gemeinderatssitzung am 17.12.1998 nicht beschlossen. Nach heftiger Diskussion wurde der Antrag von Vizebgm. Johann Richter vom Gemeinderat angenommen, den Vereinbarungsbeschluß zu vertagen.

Neuverhandlung
Die Vereinbarung hat noch einmal im Interesse der Müllgebührenzahler mit den Betreibern der Mülldeponie Gasselsdorf neu verhandelt zu werden. Ein entsprechendes Schreiben (siehe unten) von Vizebgm. Johann Richter erging auch an den Obmann des Abfallwirtschaftsverbandes

Keine Kontrolle
Der Vorstand des Abfallwirtschaftsverbandes ist bis dato berechtigt, jährlich die Einnahmen und Ausgaben von der Deponie Gasselsdorf zu prüfen. Diese Kontrolle wurde vom Vorstand nicht durchgeführt. Bgm. Kurt Leitner aus Zeltweg gehört diesen Vorstand an! Nur durch diese Kontrolle ist feststellbar, welchen Preis andere private Müllanlieferer in Gasselsdorf bezahlen.

Die Frage
Haben die Gemeinden und somit die Müllgebührenzahler bis jetzt zuviel Deponiegebühr bezahlt?
Nur eine Kontrolle kann darüber Klarheit verschaffen!
Der Vorstand mit Bgm. Leitner hat endlich zu handeln
 

Deponie Gasselsdorf - Immer mehr Fremdmüll

Umweltschutzbericht 1997 Land Steiermark. Deponierte Abfallmengen Deponie Gasselsdorf
 1993  8.783 Tonnen
 1994  8.162 Tonnen
 1995 12.720 Tonnen
1996 27.044 Tonnen

Die Gemeinden des Bezirkes Judenburg lieferten 1996: 6.082 Tonnen Müll nach Gasselsdorf.
Fast 21.000 Tonnen Fremdmüll wurden somit 1996 in Gasselsdorf deponiert. Der Vorstand des Abfallwirtschaftsverbandes mit Bgm. Leitner schaut bei einer solchen Steigerung des Mülltourismus tatenlos zu. Der Vorstand hat unbedingt festzustellen, wieviel Deponiegebühr die Fremdanlieferer bezahlt haben. Die Gemeinden haben bis jetzt 1900,- öS/Tonne bezahlt.
 


Offener Brief                 Zeltweg, 17. Dezember 1998
 

An den Vorstand des Abfallwirtschaftsverbandes Judenburg
z. H. Herrn Bgm. Köstenberger, Marktgemeide Obdach

Betreff: Vereinbarung zwischen den Abfallwirtschaftsverband Judenburg und den Betreibem der Abfallbehandlungsanlage Gasselsdorf
Neuverhandlung der Vereinbarung

Sehr geehrter Obmann, Bürgermeister Peter Köstenbergerl

Der Vorstand des Abfallwirtschaftsverbandes Judenburg wird aufgefordert, die vorliegende Vereinbarung aufgrund von äußerst nachteiligen Vertragspunkten für die betroffenen Gemeinden des Bezirkes Judenburg nicht zu unterzeichnen.

Folgende Schrifte und Änderungen sind zu setzen:

1. Der Vorstand hat, wie in der noch gültigen alten Vereinbarung festgehalten ist, die Einnahmen und Ausgaben aus dem Betrieb der Abfallbehandlungsanlage Gasselsdorf sofort zu prüfen.
Nur durch diese Überprüfung kann festgestellt werden, welche finanziellen Bedingungen andere (Private) Müllanlieferer bei der Deponie hatten.
Aufgrund dieser Preise muß dann ein Preis für die Anlieferung des Mülls aus den Gemeinden ausgehandelt werden.

2. In der neuen Vereinbarung ist die Haftung des Abfallwirtschaftsverbandes und damit der Gemeinden nicht mehr enthalten. Wer statt dessen diese Haftung übernimmt, geht aus der Vereinbarung jedoch nicht hervor.

3. In der neuen Vereinbarung steht auch nichts über die späteren Schließungskosten der Abfallbehandlungsanlage Gasselsdorf. Wer trägt diese Kosten?

4. Die neue Vereinbarung enthällt auch den Punkt, daß die Gemeinden bis 31.12.2004 auf eine Kündigung verzichten.
Dazu ein energisches NEIN!
Den Gemeinden würde über 6 Jahren jede Möglichkeit genommen, auf preisliche Veränderungen zu reagieren. Im Interesse der Müllgebührenzahler kann ein solches Ansinnen überhaupt nicht akzeptiert werden.

Mit freundlichen Grüßen

Vizebürgermeister Johann Richter



 
Verband klagte - Bürger zahlen

Bgm. Kurt Leitner hat im Verband als Vertreter von Zeltweg mitbeschlossen, daß die gesamten Kosten (rund S 260.000,-) des verlorenen Prozesses gegen Vizebgm. Johann Richter der Abfallwirtschaftsverband Judenburg trägt.
Somit bezahlen diesen Prozeß zur Gänze der Müllgebührenzahler ...

 
 
 
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