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In "Zeltweg aktiv", den ÖVP-Informationen aus Zeltweg, schreibt die ÖVP zu NATO und Neutralität:
NATO und Neutralität

Ein brisantes und auch für Zeitweg wichtiges Thema beherrscht derzeit die österreichische Innenpolitik. Sollen wir endlich der NATO beitreten und unsere "wilde Ehe" mit ihr legalisieren, oder ist es für uns besser, weiterhin neutral zu bleiben.

 Mit solchen oder ähnlich gelagerten Fragen werden wir ständig konfrontiert. Allein diese Frage mit einem einfachen "ja" oder ,,NATO Nein danke" zu beantworten wäre zu einfach und zu oberflächlich. Vielmehr ist diese Entscheidung mit einer Unzahl von weiteren Fragen und Themenbereichen, weiche es in diesem Zusammenhang zu klären gibt, verbunden.

 Nun könnte so mancher glauben, daß dies uns Zeltweger eigentlich nicht betrifft. Dies ist leider ein großer Irrglaube. Das Bundesheer hat sich in der Zwischenzeit zu einem der größten Arbeitgeber in unserer Region entwickelt (Flughafen Zeltweg, Tüpl Seetal, Kaserne St. Michael).

 Ziel und Zweck unseres Bundesheeres ist und muß es auch weiter sein, unsere territoriale Integrität, die Selbstbestimmung und unsere Freiheit und die Freiheit jedes Einzelnen mit allen Mitteln zu schützen und zu bewahren. Hinzu kommt immer mehr eine humanitäre und zivile Komponente, welche sich in Katastrophen und Hilfseinsätzen widerspiegelt.

 Wer solche Werte und Güter zu beschützen hat, sollte auch alle erforderlichen und notwendigen Mittel hierzu seitens der jeweiligen Regierung zur Verfügung gestellt bekommen.

 Nur daran scheint es derzeit massiv zu hapern. Zum einen glaubt man offensichtlich, sich durch eine Mitgliedschaft in einem Militärbündnis vor der Erneuerung und dem Ankauf von geeignetem Gerät drücken zu können, zum anderen lebt man in dem Wahn, daß man selbst in Ruhe gelassen wird, wenn man niemandem etwas Schlechtes will. Die Erfahrung im Kosovo belehrt uns eines besseren.

 Nicht zuletzt die Sicherung jener Arbeitsplätze, wie die im Fliegerhorst Zeltweg, welche bei einem weiterem Zögern in der Entscheidung der Drakennachfolge massiv in Gefahr sind, sollte vor allem uns Zeltweger nicht gleichgültig lassen. Denn es sind nicht nur die Piloten für unsere 24 Donnervögel, sondern auch viele hochqualifizierte Arbeitsplätze in der dann nutzlosen Fliegerwerft ...

 Wir sind jetzt bald 45 Jahre mit unserer Neutralität gut gefahren und mußten uns nirgends an irgendwelchen Aktionen beteiligen. Und den unbestrittenen massiven wirtschaftlichen Chancen, welche ein NATO-Flughafen Zeltweg haben würde, stehen nachhaltig zu erwartende Lebensqualitätseinbußen gegenüber.

 Die NATO nimmt derzeit ohnehin keine weiteren Mitglieder auf. Nützen wir die Zeit, um uns über unsere zukünftige Rolle in einem gemeinsamen Europa Klarheit zu verschaffen und uns objektiv über mögliche Alternativen zu informieren..
 

 
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