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FLUGTAG 2000:
In den letzten Wochen war in den Medien
sehr viel vom ,,geplanten" Flugtag 2000 in Zeltweg zu lesen. Hiezu ist
zunächst einmal festzuhalten, dass sämtliche Vorgespräche
hinsichtlich dieser Veranstaltung ohne Information und Einbindung der Stadtgemeinde
stattgefunden haben. Selbst von einem Termin, bzw. Gespräch mit dem
Verteidigungsminister in dieser Angelegenheit haben die Verantwortlichen
der Stadtgemeinde erst im Nachhinein aus den Medien erfahren. Dies ist
umso verwunderlicher wenn man bedenkt, dass die Stadtgemeinde anläßlich
des Flugtages im Jahr 1997 die Hauptlast der Arbeiten im zivilen Bereich
zu tragen hatte. Außerdem war es auch die Stadtgemeinde, die bei
einem Misserfolg der Veranstaltung letztlich für den finanziellen
Schaden aufkommen hätte müssen.
Nachdem nunmehr, wie bereits ausgeführt,
ohne Wissen der Stadtgemeinde der Flugtag im Jahr 2000 de fakto als fixiert
hingestellt wurde, hat sich der Bürgermeister mit Vertretern aller
im Gemeinderat vertretenen Parteien zusammengefunden, um über eine
Beteiligung der Stadtgemeinde zu beraten. Hiebei war man einvernehmlich
der Meinung, dass folgende Gründe gegen einen Flugtag im Jahr 2000
sprechen:
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1. Der zeitliche Abstand zum letzten Flugtag
ist zu gering. Es erscheint schwer möglich, dem Publikum nach so kurzer
Zeit wieder etwas wirklich Neues zeigen zu können, dies auch angesichts
des Umstandes, dass alleine im vergangenen Jahr drei große Flugshows
in Graz, Klagenfurt und Wr. Neustadt stattgefunden haben.
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2. Der Aufwand für eine große Veranstaltung,
vor allem auch in personeller Hinsicht, ist enorm. Für die Vorbereitung
des Flugtages im Jahr 1997 hat allein die Stadtgemeinde rund 2000 Personalstunden
aufwenden müssen. Dies führt dazu, dass in der Vorbereitungszeit
zahlreiche für eine Gemeinde sehr wichtige Aufgaben zwangsläufig
zurückgestellt werden und in den Hintergrund treten müssen. Es
erscheint aber nicht gerechtfertigt, diese Aufgaben innerhalb so kurzer
Zeit immer wieder zu vernachlässigen. Deswegen plädieren die
Verantwortlichen der Stadtgemeinde für die Abhaltung von Flugtagen
in einem zeitlichen Abstand von mindestens ca. fünf Jahren.
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3. Die nächsten ein bis zwei Jahre werden
bei der Stadtgemeinde ganz im Zeichen des Ausbaues div. Bürgerserviceeinrichtungen
stehen, deren Installierung und Umsetzung das ganze Augenmerk und die Arbeitsleistung
aller Bediensteten verlangt. Von diesen Einrichtungen sollen letztlich
alle Zeltwegerinnen und Zeltweger nachhaltig profitieren, während
bei einer Flugshow von einer Nachhaltigkeit wohl kaum gesprochen werden
kann.
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4. Schließlich darf auch das finanzielle
Risiko nicht ganz außer Acht gelassen werden, zumal niemand garantieren
kann, dass so wie beim letzten Mal, rund 140.000 Zuseher kommen und die
Veranstaltung erst dadurch zu einem wirklichen Erfolg wird.
Zusammenfassend kann daher festgehalten werden,
dass die Stadtgemeinde, wie bemerkt sind in dieser Frage alle im Gemeinderat
vertretenen Parteien einer Meinung, aus guten Gründen für einen
gößeren zeitlichen Abstand bei solchen Veranstaltungen plädiert.
Auch wenn namhafte Landespolitiker, aber auch Vertreter der Freizeitwirtschaft
es gerne so darstellen, so wird hierorts in der zunehmend grassierenden,
ausschließlich auf den Augenblick ausgerichteten ,,Event"isitis nicht
das Allheilmittel für die Region gesehen. Sinnvoll erschiene es, wenn
man sich gemeinsam darum bemühen würde, Strukturen zu schaffen,
die den Bürgern unserer Region nachhaltig Nutzen verschaffen würden.
Allerdings hat die Stadtgemeinde selbstverständlich
keinen Einwand, wenn andere Stellen oder Personen, die ansonsten sehr schnell
im Aufstellen div. Forderungen sind, diesen Flugtag bereits im Jahr 2000
veranstalten wollen und hiefür auch den gesamten personellen Aufwand,
sowie das finanzielle Risiko tragen.
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